5.
Vernetzungstechnologien
5.1. Was sind Vernetzungstechnologien?
Computer können auf unterschiedliche Art und
Weise
miteinander verbunden werden. Damit sie aber überhaupt
miteinander kommunizieren können, müssen sie sowohl
bzgl.
ihrer Hardware (Netzwerkkarten, Kabel, Verbindungsgeräte..)
als
auch bzgl. der Übertragungssoftware und
-methoden auf
gemeinsame Standards und Festlegungen zurückgreifen. In den
letzten Jahrzehnten haben sich deshalb mehrere Verfahren der
Netzwerkverbindungen von Computern herausgebildet.
5.2. Ethernet –Standard für die meisten lokalen
Computernetze
Die zur Zeit am weitesten verbreitete Technik
für lokale
Netze ist Ethernet. Der Name (Ether = Äther) weist noch auf
die
ersten Funknetze hin. Auf dem Ethernet können verschiedene
Protokolle laufen, z. B. TCP/IP, IPX/SPX (Novell), etc.
Die Nachfrage nach Standards für lokale
Netzwerke (LAN -
Local Area Network) ließ die Organisation IEEE (Institute of
Electrical and Electronics Engineers) eine Arbeitsgruppe einrichten.
Seit dem steht der Name Ethernet als Synonym für alle unter
der
Arbeitsgruppe 802.3 vorgeschlagenen und standardisierten
Spezifikationen. Angefangen hat es in den neunzehnhundertachziger
Jahren beim 10-MBit-Ethernet über Koaxialkabel, dann Fast
Ethernet mit 100 MBit/s und Gigabit Ethernet mit 1000 MBit/s und 10
GBit/s. Alle Ethernet-Varianten basieren auf denselben Prinzipien.
Ethernet ist weitestgehend in der IEEE-Norm 802.3
standardisiert.
Es wurde ab den 1990ern zur meistverwendeten LAN-Technologie und hat
alle anderen LAN-Standards wie Token Ring, FDDI und ARCNET
verdrängt.
Das Ethernet besteht physikalisch aus verschiedenen Typen von
50-Ohm-Koaxkabeln oder paarweise verdrillten Leitungen
(Twisted-Pair), Glasfasern, oder anderen Medien. Die Datenrate
beträgt typisch 100 MBit/s (früher 10 MBit/s, 1000
MBit/s
läuft an). Die wichtigsten Eigenschaften nach der
ursprünglichen
Spezifikation sind:
|
Datenrate:
|
10 / 100 MBit/s
|
|
Maximale Länge des gesamten Netzes:
|
2500 m
|
|
Maximale Zahl der Knoten:
|
1024
|
|
Medium:
|
Koaxkabel, Basisbandübertragung
|
|
Zugriffsverfahren:
|
CSMA/CD
|
|
Datenprotokoll:
|
Datenpakete variabler Größe
|
Die Daten werden in Paketen gesendet und mit
Verwaltungs- und
Prüfsignalen versehen (Ethernet-Frame).
5.2.1.
Ethernet
Datenpaket
Ethernet ist ein paketvermittelndes Netzwerk. Die Daten
werden in
Pakete aufgeteilt. Diese Pakete werden Frames genannt. In einem Frame
werden neben den Daten auch die Zieladresse, die Quelladresse und
Steuerinformationen verpackt. Als Adressen dienen die MAC-Adressen.
Die MAC-Adresse (Media Access Control)
ist die
Hardware-Adresse eines jeden Netzwerkgerätes (Netzwerkkarte,
Switches), die zur eindeutigen Identifikation des Geräts im
Netzwerk dient. Die MAC-Adresse wird fest in einem Chip eingebrannt
und kann in der Regel nicht mehr verändert werden.
Die maximale Länge/Größe
eines Ethernet-Paketes
beträgt 1526 Byte. Davon sind 1500 Byte Daten enthalten. Die
minimale Länge beträgt 72 Byte, mit 46 Byte Daten.
Ist die
Datenmenge größer als 1500 Byte, so werden die Daten
voneinander getrennt, und in 1500 Byte-Blöcken
übertragen.
Nach dem Senden eines Paketes erfolgt eine Pause von 9,6 µs.
Diese Pause wird als Inter Frame GAP bezeichnet.
5.2.2. Aufbau eines Ethernet-Frames nach IEEE 802.3
|
Präambel
|
Zieladresse
|
Quelladresse
|
Typfeld
|
Datenfeld
|
Prüffeld
|
|
8
Byte
|
6 Byte
|
6 Byte
|
2 Byte
|
46 - 1500 Byte
|
4 Byte
|
|
Präambel:
|
Dient der Synchronisation
des Empfängers und zeigt den Start des Ethernet-Paketes an.
|
|
Zieladresse:
|
Adresse des
Empfängers.
|
|
Quelladresse:
|
Adresse des Senders.
|
|
Typfeld:
|
Gibt den Typ des Protokolls
an (z. B. TCP/IP, IPX/SPX, NetBEUI). Dieses Feld wird auch
Längenfeld bezeichnet.
|
|
Datenfeld:
|
Hier stehen die zu
übertragenen Daten.
|
|
Prüffeld:
|
CRC-Prüfsumme, um
Übertragungsfehler zu erkennen.
|
5.2.3. Übertragungsmedium und Netzwerk-Topologie
Das ursprüngliche Ethernet nutzte ein
Koaxialkabel als
Übertragungsmedium. Dabei wurde mit einem Kabel jeweils eine
Station mit mehreren anderen Stationen verbunden. Das Netzwerk wurde
dann als so genannter Bus aufgebaut. Jeweils am Kabelende wurde die
Kabelstrecke mit einem Widerstand abgeschlossen.
Auf Grund der Nachteile von Netzwerken mit Bus-Topologie
und
Koaxialkabel wurde Ethernet um den Einsatz von Twisted-Pair-Kabel der
Kategorie 3 und 5 erweitert. Es handelt sich dabei um 8-adrige Kabel,
deren Adern jeweils paarweise verdrillt sind. Die
Leitungsführung
ist als Stern-Topologie mit Switches oder Hubs als Verteilstationen
aufgebaut. Mit Switches kommt man ohne Kollisionserkennung aus und
kann Vollduplex-Übertragung nutzen.
Twisted-Pair-Kabel haben allerdings eine Reichweite von
nur 100
Metern, was sie für die Vernetzung von Gebäuden oder
als
Backbone ungeeignet macht. Aus diesem Grund wurde Ethernet auch
für
Glasfaserkabel standardisiert. Heute spielt das Koaxialkabel keine
Rolle mehr. Für Neuinstallationen werden generell
Twisted-Pair-Kabel nach Kategorie 5, 5e oder besser 6 eingesetzt. Zur
Überbrückung von längeren Strecken wird
Glasfaserkabel
verwendet.
5.2.4. Netzwerktechniken des Ethernet
5.2.4.1. 10Base5
10Base5 ist eine Methode, Ethernet mit einer Bandbreite
von 10
Mbit/s über ein dickes Koaxial-Kabel (RG-8A/U) zu betreiben
(Thick Ethernet). Die maximale Kabellänge eines Segments
beträgt
500 Meter. Die beiden Kabelenden müssen mit
Endwiderständen
von 50 Ohm abgeschlossen werden. Mögliche Anschlüsse
auf
der Netzwerkkarte sind das AUI (Access Unit Interface) und MAU (Media
Attachment Unit). Pro Segment dürfen 100 Endgeräte
angeschlossen werden. Die jeweiligen Stichleitungen dürfen
dabei
nicht länger als 50 Meter lang sein.
5.2.4.2. 10Base2
10Base2 ist eine Methode Ethernet mit einer Bandbreite
von 10
MBit/s über ein dünnes Koaxial-Kabel (RG-58) zu
betreiben
(Thin Ethernet). Die Maximale Kabellänge eines Segmentes
beträgt
185 Meter. Die beiden Kabelenden müssen mit
Endwiderständen
von 50 Ohm abgeschlossen werden. Das Netzwerkkabel wird direkt von
Workstation zu Workstation geführt. Mögliche
Anschlüsse
auf der Netzwerkkarte sind das AUI (Access Unit Interface) und MAU
(Media Attachment Unit). Stichleitungen von der Netzwerkkarte zum
Kabelstrang sind nicht zulässig. Das nachträgliche
Anfügen
zusätzlicher Workstations erfordert die kurzzeitige
Unterbrechung des Netzwerks. Pro Segment können maximal 30
Geräte angeschlossen werden.
5.2.4.3. 10BaseT
10BaseT ist ein Ethernet-Netzwerk (mit 10 MBit/s) in dem
alle
Stationen über ein einziges UTP-Kabel (Twisted Pair) stern-
oder
baumförmig an einem zentralen Hub angeschlossen sind.
Über
Crossover-Kabel ist es möglich zwei Stationen oder Hubs direkt
miteinander zu verbinden. Bei mehr als zwei Stationen ist jedoch
zwingend ein Hub notwendig. Die maximale Kabellänge zwischen
Station und Hub beträgt maximal 100 Meter. Als
Anschlusstechnik
kommt die RJ45-Technik (breite Western-Stecker, 8polig) zum Einsatz.
Der Standard ist im IEEE 802.3i festgelegt.
5.2.4.4. FOIRL
FOIRL(Fiber Optic Inter-Repeater Link) ist eine Methode,
um
Ethernet-Repeater mit 10 Mbit/s Bandbreite mit Glasfaserkabel zu
verbinden. Dabei nutzt man die Vorteile der Glasfaser hinsichtlich
Störanfälligkeit und EMV. Die maximale Länge
der
Verbindung beträgt 1 Kilometer. FOIRL ist offiziell von
10BaseFL
abgelöst worden.
5.2.4.5. 10BaseFL
10BaseFL definiert Ethernet mit 10 MBit/s über
eine
sternförmige Glasfaserverkabelung mit zentralem Hub. Die
maximale Länge des Kabels beträgt bei
Multimode-Glasfaser
mit einer Wellenlänge von 850 nm bis zu 2 km, bei einer
Wellenlänge von 1300 nm bis zu 5 km und mit Monomode-Glasfaser
bei einer Wellenlänge von 1300 nm bis zu 20 km.
5.2.4.6. 10BaseFB
10BaseFB ermöglicht den Anschluss mehrerer
Geräte über
Glasfaserkabel an einen passiven Hub.
5.2.4.7. 100BaseTx
100BaseT ist die allgemeine Bezeichnung für
Ethernet mit 100
MBit/s. Die Stationen sind über sternförmig
über
Twisted-Pair an einem zentralen Hub angeschlossen. Die maximale
Länge
der Kabelverbindung beträgt 100 Meter (Kabellänge +
Patchkabel).
5.2.4.8. 100BaseT4
100BaseT4 ermöglicht Ethernet mit einer
Bandbreite von 100
MBit/s über UTP-Kabel der Kategorie 3 zu betreiben. Der
Unterschied zur normalen Ethernet-Verkabelung, ist die Verwendung
aller Adernpaare.
5.2.4.9. 100BaseFx
100BaseFx ist eine Methode für den Einsatz von
Ethernet mit
100 MBit/s über Multimode- und Monomode-Glasfaserkabel. Diese
Methode ist ähnlich wie FDDI spezifiziert.
5.2.4.10.
100BaseVG
100VG-AnyLAN ist die Bezeichnung einer Entwicklung von
IBM und HP.
In dieser Technik ist die Token-Ring-Technologie für ein 100
MBit-Netzwerk vereint.
5.2.4.11. HDLC (High Level Data Link Protokoll)
HDLC wird in Schicht 2, der Sicherungsschicht, des
OSI-Schichtenmodells verwendet. Das HDLC-Protokoll eignet sich
für
den Vollduplex-Betrieb. Zusätzlich zur Prüfsumme
erhält
ein Block eine Adresse und ein Steuerfeld. Wurde die
Übertragung
eines Blocks gestört, so kann der Empfänger diesen
nochmals
anfordern. Anwendung findet HDLC als D-Kanal-Protokoll im ISDN, in
IEEE 802.2 von LANs und in Schicht 2 bei X.25.
5.2.4.12.
100BaseSx
100BaseSx entspricht 100BaseFx mit einer
Wellenlänge von 850
nm bie einer maximalen Kabellänge von 300 m. Die Komponenten
dieser Technik sind wesentlich billiger als die von 100BaseFx.
5.2.4.13.
1000BaseSx
Ethernet mit 1000 MBit/s über Mulitmode- oder
Monomode-Glasfaser bei einer Wellenlänge von 850 nm. Die
maximale Kabellänge beträgt zwischen 220 und 550 m
zwischen
Verteiler und Station.
5.2.4.14.
1000BaseLx
Ethernet mit 1000 MBit/s über Multimode- oder
Monomode-Glasfaser bei einer Wellenlänge von 1270 (1300) nm.
Die
maximale Kabellänge liegt bei 550 und 5000 m zwischen
Verteiler
und Station.
5.2.5. Hochgeschwindigkeitsnetze
5.2.5.1.
Fast-Ethernet
Fast Ethernet ist die Weiterentwicklung des
Ethernet-Standards mit
100 MBit/s über Twisted-Pair-Kabel. Um die
Übertragungsrate
von 10 MBit/s auf 100 MBit/s anzuheben wurde der Leitungscode 4B5B
eingesetzt. Dabei werden 4-Bit binäre Dateninformationen in
5-Bit binäre Übertragungsinformationen codiert. Die
Reichweite blieb auf nur 100 Meter beschränkt.
5.2.5.2.
Gigabit-Ethernet
Die hohe Netzlast, verursacht durch vielerlei
Anwendungen (z. B.
Internet, Multimedia, elektronischer Dokumentenaustausch) ist es
notwendig zentrale Ethernet-Stationen, wie z. B. Server und Switches
mit mehr Bandbreite zu verbinden als die übrigen Stationen.
Gigabit-Ethernet wurde auf der Grundlage der
ursprünglichen
Norm entwickelt. Erst für Glasfaserkabel, später auch
für
Twisted-Pair-Kabel der Kategorie 5. Beide Varianten erlauben die
Übertragung von Daten mit 1000 MBit/s. Auf Grund der
geringeren
Störanfälligkeit von Glasfaserverbindungen ist das
Medium
Glasfaser für schnelle Übertragungen nach oben hin
offen.
Bei Twisted-Pair-Kabeln müssen mehrere Tricks angewendet
werden,
um auf diese hohe Geschwindigkeit zu kommen. Grundsätzlich
nutzt
Gigabit-Ethernet über Twisted-Pair-Kabel alle 4 Adernpaare.
Der
Datenstrom wird mit PAM5x5 (Pulse Amplituden Modulation mit 5
verschiedenen Regeln) codiert. Außerdem kommt eine neue
Fehlerkorrektur zum Einsatz. Von Vorteil ist diese Technik bei einer
vorhandenen strukturierten Kupferverkabelung (Twisted Pair). Diese
kann bei geeigneten Kabeln übernommen werden.
5.2.5.3. 10-Gigabit-Ethernet
Das 10-Gigabit-Ethernet kennt kein Twisted-Pair-Kabel
mehr. Den
Standard mit Kupferkabel zu nutzen wurde nicht berücksichtigt.
Für 10-Gigabit-Ethernet kommt nur noch Glasfaserkabel zum
Einsatz. Um den Standard flexibel zu halten unterstützt er
gleich 7 verschiedene Glasfasertypen. Unabhängig vom
Glasfaserkabel kann 10-Gigabit-Ethernet eingesetzt werden.
Erstmal wurde bei Ethernet auf das Zugriffsverfahren
CSMA/CD
verzichtet. Der Betrieb erfolgt ausschließlich im
Vollduplex-Modus. Obwohl Ethernet für lokale Netzwerke (LAN -
Local Area Network) entwickelt ist, streckt der 10-Gigabit-Ethernet
Standard seine Fühler in Richtung Weitverkehrsnetze (WAN -
Wide
Area Network) aus. Er konkurriert damit direkt mit ATM, Sonet
(Synchronous Optical Network) und SDH (Syncronous Digital Hierarchy).
5.2.5.4. Ethernet-Standards im Überblick
|
IEEE-Standard
|
Bezeichnung
|
Jahr
|
Datenrate
|
Kabel
|
|
802.3
|
10Base-5
|
1983
|
10
MBit/s
|
Koaxialkabel
(DIX/AUI), 500 m
|
|
802.3a
|
10Base-2
|
1988
|
10
MBit/s
|
Koaxialkabel (BNC), 185 m
|
|
802.3i
|
10Base-T
|
1990
|
10
MBit/s
|
Twisted-Pair-Kabel
(RJ-45), 100 m
|
|
802.3j
|
10Base-FL
|
1992
|
10
MBit/s
|
Glasfaserkabel 2 km
(Multimode) / 20 km (Monomode)
|
|
802.3u
|
100Base-TX
|
1995
|
100
MBit/s
|
Twisted-Pair-Kabel
(RJ-45), 100 m
|
|
802.3u
|
100Base-FX
|
1995
|
100
MBit/s
|
Glasfaserkabel 2 km
|
|
802.3z
|
1000Base-SX
1000Base-LX
|
1998
|
1 GBit/s
|
Glasfaserkabel
|
|
802.3ab
|
1000Base-T
|
1999
|
1 GBit/s
|
Twisted-Pair-Kabel
(RJ-45)
|
|
802.3ae
|
10GBase-SR
10GBase-SW
10GBase-LR
10GBase-LW
10GBase-ER
10GBase-EW
10GBase-LX4
|
2002
|
10
GBit/s
|
Glasfaserkabel
über 50 km
|
5.2.6. Verfahren zur Energieversorgung beim Ethernet:
Power-over-Ethernet (PoE)
Die Stromversorung von Endgeräten in der
Netzwerktechnik
wurde bisher den Herstellern der Endgeräte selber
überlassen.
Die lösten die Stromversorgung mit geringen Leistungen meist
über Steckernetzteile. Dazu ist neben jeder Netzwerkdose auch
eine Steckdose des 230V-Netzes erforderlich. Mit dem IEEE-Standard
Power-over-Ethernet (PoE) bzw. IEEE 802.3af wurde dieses altbekannte
Problem endlich gelöst.
Der Hauptvorteil von Power over Ethernet besteht darin,
dass die
bestehende Netzwerkverkabelung mit Twisted Pair (TP Cat. 3/4/5/7)
weiterverwendet werden kann. Die physikalischen Grenzen des Kabels
wurde bei der Ausarbeitung des Standards berücksichtigt. So
eignen sich die Twisted-Pair-Kabel wegen ihres geringen
Leitungsquerschnitts und der RJ45-Stecker nur für ein Leistung
von rund 15 Watt. Der Standard beschreibt außerdem exakt, wie
viel Strom über das Netzwerkkabel fließen darf und
sieht
den Schutz von Altgeräten ohne PoE-Unterstützung vor.
Weil RJ45-Stecker und Twisted Pair Kabel nicht
für Ströme
im Ampere-Bereich ausgelegt sind, wird eine Spannung zwischen 44 V
und 57 V, im Mittel 48 V, verwendet, was den Anforderungen an eine
Schutzkleinspannung entspricht. Dabei ist ein Strom von maximal 350
mA vorgesehen. Durch die relativ hohe Spannung bleibt die
Verlustleistung und damit die Wärmeentwicklung in den Kabeln
und
an den Steckerübergängen gering.
5.3. Weitere Vernetzungstechnologien
5.3.1. Token-Ring
Die Token-Ring Technologie ist erstmals 1985 von IBM
vorgestellt
worden und versucht einen Nachteil des Ethernets zu korrigieren: Die
mögliche Kollisionen von Daten. Hierbei wird ein Token (eine
Art
Sendeerlaubnis) im Kreis von Computer zu Computer weitergegeben.
Token-Ring-Netzwerke werden für zeitkritische Anwendungen
verwendet, die notwendigen Verbindungsgeräte (Netzwer
5.3.2.
ArcNET
ArcNET steht für Attached Resource Computer
Network und
stellt einen Standard für lokale Netzwerke (LANs) dar. ArcNET
war eine relativ leistungsfähige Technologie, konnte sich aber
nicht gegen Ethernet und Token-Ring durchsetzen, da es keine
durchgehende Normung gab. Es arbeitet auch mit einem Token, ist aber
nicht wie Token-Ring an Computer in Ringtopologie gebunden.

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