1. Was ist ein Netzwerk, wozu dient es?
1.1.
Blick in die Historie
Ein Netzwerk besteht in seiner einfachsten Form aus zwei
Computern. Sie sind über ein Kabel (Netzwerkkabel, serielles
oder paralleles Datenkabel) miteinander verbunden. Die verbundenen
Computer sind damit in der Lage, ihre Ressourcen (Daten, Speicher,
Drucker, Faxgeräte, Scanner, Programme und Modems) gemeinsam
zu
nutzen. Ein netzwerkfähiges Betriebssystem stellt den
Benutzern
auf der Anwendungsebene die Ressourcen zu Verfügung.
Schon in der Anfangszeit der Computer war es
erforderlich,
zwischen mehreren Computern Daten auszutauschen. Aus diesen
Gründen
wurden Computer miteinander verbunden. Daraus ergaben sich einige
Vorteile gegenüber den Einzelarbeitsplätzen:
-
zentrale
Steuerung von Programmen und Daten
-
Nutzung
gemeinsamer Datenbeständen
-
erhöhter
Datenschutz und Datensicherheit
-
größere
Leistungsfähigkeit
-
gemeinsame
Nutzung der Ressourcen
Die erste Möglichkeit,
Peripherie-Geräte gemeinsam zu
nutzen, waren Umschaltboxen. So konnte zum Beispiel ein Drucker an
mehreren Computern genutzt werden. Dieses Prinzip wird auch heute
noch eingesetzt.
Dann wurde der erste Disk-Server entwickelt. Es war ein
Computer,
der mit mehreren anderen Computern verbunden war. Auf dem Disk-Server
kam ein Betriebssystem zum Einsatz, das den gleichzeitigen Zugriff
mehrerer Clients organisieren konnte. Mit den Disk-Servern war es
schon möglich, die Zugriffsmöglichkeiten der
angeschlossenen Computer auf bestimmte Ressourcen zu
beschränken.
Der Wartungs- und Pflegeaufwand eines Disk-Servers war jedoch enorm,
da die Clients für die Verwaltungstätigkeiten
zuständig
waren.
Die Probleme des Disk-Servers wurden dann mit dem
File-Server
gelöst. Der Server war für die Verwaltungsaufgaben
zuständig. Und es gab Möglichkeiten, die Zugriffe der
Clients weiter einzuschränken, z. B. auf einzelne
Verzeichnisse
oder Dateien.
1.2. Was ist ein optimales Netzwerk?
Bei den vielen Forderungen an ein optimales Netzwerk
steht
natürlich die Ökonomie (Bezahlbarkeit) im
Vordergrund. Hier
die wichtigsten Kriterien:
-
Der
Benutzer muss schnell auf seine Arbeitsmittel zugreifen können
-
Der
Datenverkehr muss möglichst schnell sein
-
Die
Gerätetechnik muss bezahlbar sein
-
Sicherheitsaspekte
müssen berücksichtigt werden
-
Die
Gerätetechnik muss erweiterbar sein (Investitionsschutz -
Skalierbarkeit)
Skalierbarkeit bedeutet: Die Systeme müssen in
der Lage sein,
mit dem Unternehmen auch langfristig zu wachsen.
Optimale Skalierbarkeit heißt vor allem: Die
Hardware muss
technisch aufrüstbar bleiben, das System und die Benutzer
müssen
effektiv und rationell zu verwalten sein, die Anlage muss
uneingeschränkt zu warten, zu ergänzen und zu pflegen
sein
- und das kostengünstig.

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